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Strategie & Psychologie

Einsteiger

Anlagehorizont und Risikotoleranz: Zwei unterschiedliche Fragen

Inhaltsverzeichnis

Der Anlagehorizont: eine zeitliche Frage

Der Anlagehorizont beschreibt, wie lange ein Betrag voraussichtlich nicht benötigt wird, bevor er wieder verfügbar sein muss. Ein längerer Horizont bietet rein rechnerisch mehr Zeit, um zwischenzeitliche Kursrückgänge auszusitzen, bevor das Geld tatsächlich gebraucht wird.

Die Risikotoleranz: eine emotionale und finanzielle Frage

Unabhängig vom Zeithorizont beschreibt die Risikotoleranz, wie viel Wertschwankung jemand finanziell verkraften UND emotional aushalten kann, ohne in einer Verlustphase zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu verkaufen. Zwei Personen mit identischem Zeithorizont können hier sehr unterschiedlich liegen.

Warum die Unterscheidung praktisch relevant ist

Ein langer Zeithorizont allein rechtfertigt nicht automatisch ein hohes Schwankungsrisiko, wenn die tatsächliche persönliche Risikotoleranz niedriger liegt - ein Depot, das rechnerisch „passt“, aber in einer realen Verlustphase zu emotional getriebenen Entscheidungen führt, verfehlt in der Praxis seinen Zweck trotzdem.

Wissenstest
Frage 1 von 2

Was beschreibt der Anlagehorizont?

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