Kennzahlen verstehen
EinsteigerDividendenrendite: mehr als nur eine Zahl
Inhaltsverzeichnis
Die Berechnung
Die Dividendenrendite ergibt sich aus der jährlichen Dividende je Aktie geteilt durch den aktuellen Aktienkurs. Zahlt ein Unternehmen 2 € Dividende je Aktie und die Aktie kostet 100 €, liegt die Rendite bei 2 %.
Weil der Kurs im Nenner steht, verändert sich die Dividendenrendite auch dann, wenn sich an der eigentlichen Ausschüttung nichts ändert - fällt der Kurs, steigt die Rendite rechnerisch, ohne dass das Unternehmen mehr Geld ausschüttet.
Warum eine sehr hohe Rendite vorsichtig macht
Eine ungewöhnlich hohe Dividendenrendite entsteht häufig, weil der Kurs stark gefallen ist - oft, weil der Markt eine bevorstehende Kürzung der Dividende erwartet. Eine hohe Rendite allein ist deshalb kein verlässliches Qualitätsmerkmal, sondern ein Hinweis, genauer hinzuschauen.
Zwei ergänzende Kennzahlen helfen dabei: die Ausschüttungsquote (welcher Anteil des Gewinns ausgeschüttet wird - nahe 100 % oder darüber lässt wenig Puffer) und die FCF-Deckung (wird die Dividende tatsächlich durch den freien Cashflow gedeckt, nicht nur bilanziell durch den Gewinn). Erikonomie zeigt beide im Dividende-Tab jeder Aktienseite.
Ausschüttungshistorie als Kontext
Ob ein Unternehmen seine Dividende über viele Jahre stabil gehalten oder sogar regelmäßig erhöht hat, ist ein zusätzlicher Anhaltspunkt zur Einordnung - Kürzungen in der Vergangenheit sind sichtbar in der Zahlungshistorie und sollten in die Bewertung einfließen, unabhängig von der aktuellen Rendite.
Erikonomie stellt ausschließlich allgemeine, automatisiert berechnete Informationen zu öffentlich verfügbaren Finanzkennzahlen bereit. Dies ist keine Anlageberatung, keine Anlagevermittlung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Alle Angaben ohne Gewähr. Investitionsentscheidungen triffst du eigenverantwortlich.