Der Erikonomie-Score
FortgeschrittenWie der Erikonomie-Score berechnet wird
Inhaltsverzeichnis
Zehn gleich gewichtete Bereiche, maximal 100 Punkte
Der Erikonomie-Score fasst zehn fundamentale Kennzahlenbereiche zu einer Zahl zwischen 0 und 100 zusammen: Nettomarge, ROIC, Umsatzwachstum, Gewinnwachstum je Aktie, Verschuldung (Net Debt/EBITDA), FCF-Marge, Bewertung (aktuelles KGV gegenüber dem eigenen historischen Durchschnitts-KGV), Dividende (Dividendenrendite und -wachstum), Kursperformance sowie Bilanzrobustheit (Anteil der Jahre mit Nettoverlust). Alle zehn Bereiche sind gleich gewichtet - keiner zählt stärker als ein anderer, jeder liefert 0 bis 10 Punkte.
Jede Kennzahl wird graduell bewertet, statt hart zwischen "bestanden" und "nicht bestanden" zu unterscheiden - eine Aktie knapp unter der oberen Schwelle bekommt fast die volle Punktzahl statt abrupt auf 0 zu fallen. Bei neun der zehn Bereiche wird zwischen einer unteren und einer oberen Schwelle linear interpoliert; bei der Bilanzrobustheit steigt der Punkteabzug pro zusätzlichem Verlustjahr progressiv statt konstant an, damit vereinzelte schwache Jahre milder wirken als eine längere Verlustserie.
Ausschließlich unternehmenseigene Kennzahlen, kein Sektor-Vergleich
Der Score vergleicht bewusst nicht gegen einen Sektor-Median, sondern ausschließlich gegen feste, für alle Aktien identische Bandbreiten je Bereich (z. B. Nettomarge: 3 % oder weniger = 0 Punkte, ab 30 % = volle Punktzahl) sowie gegen die eigene historische Entwicklung derselben Aktie. Der Bewertungsbereich etwa vergleicht das aktuelle KGV gezielt mit dem eigenen langjährigen Durchschnitts-KGV - eine Aktie ist damit „günstig“ oder „teuer“ relativ zu sich selbst, nicht relativ zu einer wechselnden Vergleichsgruppe.
Fehlende Daten werden nicht ersetzt
Fehlt für eine Aktie einer der zehn Bereiche verlässlich (z. B. weil zu wenig Historie vorliegt oder ein Unternehmen keine Dividende zahlt), wird er ausgelassen statt mit einem geschätzten oder Nullwert bestraft - die übrigen Bereiche werden dann anteilig auf 100 Punkte hochgerechnet. Das Ziel ist, den Score möglichst selten wegen fehlender statt wegen tatsächlich schwacher Werte niedrig ausfallen zu lassen.
Was der Score nicht ist
Der Erikonomie-Score ist ein Bildungswerkzeug zur strukturierten Einordnung fundamentaler Kennzahlen - keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung und kein Ersatz für eigene Recherche. Eine hohe Punktzahl beschreibt eine im historischen Vergleich fundamental solide Ausgangslage nach diesen zehn Kriterien, keine Kursprognose.
Erikonomie stellt ausschließlich allgemeine, automatisiert berechnete Informationen zu öffentlich verfügbaren Finanzkennzahlen bereit. Dies ist keine Anlageberatung, keine Anlagevermittlung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Alle Angaben ohne Gewähr. Investitionsentscheidungen triffst du eigenverantwortlich.