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ETFs verstehen

Fortgeschritten

Physische und synthetische Replikation: Wie ein ETF seinen Index nachbildet

Inhaltsverzeichnis

Physische Replikation: der Index wird tatsächlich gekauft

Der ETF-Anbieter kauft die im Index enthaltenen Wertpapiere real - vollständig oder bei sehr breiten Indizes teilweise über ein repräsentatives Sampling. Der Fonds hält damit tatsächlich echte Aktien oder Anleihen als eigenes Sondervermögen.

Synthetische Replikation: die Indexrendite wird per Tauschgeschäft geliefert

Der ETF hält ein Trägerportfolio, das nicht zwangsläufig mit dem Index identisch ist, und tauscht dessen Rendite über einen Swap-Vertrag mit einer Gegenpartei - meist einer Bank - gegen die tatsächliche Indexrendite. Das ermöglicht oft eine sehr präzise Nachbildung, auch bei schwer direkt handelbaren Indizes, führt aber zu einem zusätzlichen Kontrahentenrisiko gegenüber der Swap-Gegenpartei, das EU-Regulierung (UCITS) auf maximal 10 % des Fondsvermögens begrenzt.

Sondervermögen schützt in beiden Fällen

Unabhängig von der Replikationsmethode ist ein ETF als Sondervermögen von der Insolvenzmasse der Fondsgesellschaft getrennt - eine Pleite des Anbieters führt nicht automatisch zum Verlust des investierten Kapitals. Das synthetische Kontrahentenrisiko betrifft ausschließlich die Swap-Gegenpartei, nicht die Fondsgesellschaft selbst.

Wissenstest
Frage 1 von 2

Was tut ein ETF bei physischer Replikation?

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