Bewertung
FortgeschrittenFairer Wert: eine Bewertungsreferenz, kein Kursziel
Inhaltsverzeichnis
Die Grundidee
Erikonomies Fair-Value-Schätzwert multipliziert den aktuellen Gewinn je Aktie mit dem durchschnittlichen KGV, zu dem die Aktie in der Vergangenheit tatsächlich gehandelt wurde - bewusst kein fixer, branchenweiter Multiplikator, sondern ein an der eigenen Historie dieser einen Aktie gemessener Referenzwert.
Notiert der aktuelle Kurs deutlich unter diesem Schätzwert, bewertet der Markt die Aktie aktuell also niedriger als es ihrem eigenen historischen Bewertungsmuster entspricht - ohne dass das automatisch "richtig" oder "falsch" ist: Der Markt kann veränderte Zukunftsaussichten bereits eingepreist haben.
Grenzen des Modells
Der Schätzwert braucht eine ausreichend lange, verlässliche Bewertungshistorie (mindestens mehrere Jahre mit positivem KGV) - liegt diese nicht vor, zeigt Erikonomie bewusst keinen Wert statt eine wenig belastbare Linie zu erfinden.
Zudem gilt: Vergangene Bewertungsmuster sind kein Garant für künftige - ändert sich das Geschäftsmodell, die Wettbewerbssituation oder die Wachstumsdynamik eines Unternehmens grundlegend, kann die historische Bewertungsspanne an Aussagekraft verlieren.
Reverse-DCF als Ergänzung
Einen anderen Blickwinkel liefert das Reverse-DCF-Modell: Es rechnet aus dem heutigen Kurs zurück, welches Wachstum der Markt implizit einpreisen müsste, damit sich die aktuelle Bewertung rechtfertigt - statt aus einer angenommenen Wachstumsrate einen Kurswert abzuleiten. Beide Werkzeuge sind als Denkhilfe gedacht, keine Kursziel-Angabe.
Erikonomie stellt ausschließlich allgemeine, automatisiert berechnete Informationen zu öffentlich verfügbaren Finanzkennzahlen bereit. Dies ist keine Anlageberatung, keine Anlagevermittlung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Alle Angaben ohne Gewähr. Investitionsentscheidungen triffst du eigenverantwortlich.