Kennzahlen verstehen
FortgeschrittenFree Cashflow Yield: Barmittelrendite statt Buchgewinn
Warum freier Cashflow statt Gewinn
Der bilanzielle Gewinn enthält nicht zahlungswirksame Posten (u. a. Abschreibungen, Rückstellungsbildung) und lässt gewisse bilanzielle Ermessensspielräume zu. Der freie Cashflow - operativer Cashflow abzüglich Investitionsausgaben - bildet dagegen ab, wie viel Bargeld nach den für den Betrieb nötigen Investitionen tatsächlich übrig bleibt, und ist dadurch schwerer durch Bilanzierungswahlrechte zu beeinflussen.
Die Kennzahl selbst
Die Free Cashflow Yield setzt den freien Cashflow je Aktie ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs - im Prinzip der Kehrwert eines „KGV auf Cashflow-Basis“. Eine höhere Yield bedeutet: Im Verhältnis zum Aktienkurs wird mehr freier Cashflow erwirtschaftet.
Worauf zu achten ist
Der freie Cashflow kann von Jahr zu Jahr stärker schwanken als der Gewinn, u. a. durch unregelmäßige größere Investitionsphasen wie einen Kapazitätsausbau - ein einzelnes schwaches Jahr muss keine strukturelle Verschlechterung bedeuten. Ein mehrjähriger Verlauf ist deshalb meist aussagekräftiger als ein einzelner Jahreswert.
Erikonomie stellt ausschließlich allgemeine, automatisiert berechnete Informationen zu öffentlich verfügbaren Finanzkennzahlen bereit. Dies ist keine Anlageberatung, keine Anlagevermittlung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Alle Angaben ohne Gewähr. Investitionsentscheidungen triffst du eigenverantwortlich.