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Kennzahlen verstehen

Fortgeschritten

Free Cashflow Yield: Barmittelrendite statt Buchgewinn

Inhaltsverzeichnis

FCF Yield = Freier Cashflow je Aktie ÷ Aktienkurs

Warum freier Cashflow statt Gewinn

Der bilanzielle Gewinn enthält nicht zahlungswirksame Posten (u. a. Abschreibungen, Rückstellungsbildung) und lässt gewisse bilanzielle Ermessensspielräume zu. Der freie Cashflow - operativer Cashflow abzüglich Investitionsausgaben - bildet dagegen ab, wie viel Bargeld nach den für den Betrieb nötigen Investitionen tatsächlich übrig bleibt, und ist dadurch schwerer durch Bilanzierungswahlrechte zu beeinflussen.

Die Kennzahl selbst

Die Free Cashflow Yield setzt den freien Cashflow je Aktie ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs - im Prinzip der Kehrwert eines „KGV auf Cashflow-Basis“. Eine höhere Yield bedeutet: Im Verhältnis zum Aktienkurs wird mehr freier Cashflow erwirtschaftet.

Worauf zu achten ist

Der freie Cashflow kann von Jahr zu Jahr stärker schwanken als der Gewinn, u. a. durch unregelmäßige größere Investitionsphasen wie einen Kapazitätsausbau - ein einzelnes schwaches Jahr muss keine strukturelle Verschlechterung bedeuten. Ein mehrjähriger Verlauf ist deshalb meist aussagekräftiger als ein einzelner Jahreswert.

Wissenstest
Frage 1 von 2

Warum gilt der freie Cashflow oft als robuster als der bilanzielle Gewinn?

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