Kennzahlen verstehen
FortgeschrittenDas KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) verstehen
Inhaltsverzeichnis
Was das KBV misst
Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV, englisch P/B für Price/Book) teilt den Aktienkurs durch den bilanziellen Buchwert je Aktie (das Eigenkapital laut Bilanz, geteilt durch die Aktienanzahl). Ein KBV von 1 bedeutet: Der Markt bewertet das Unternehmen exakt in Höhe seines bilanziellen Eigenkapitals.
Wann das KBV besonders aussagekräftig ist
Bei Unternehmen mit hohem Anteil bilanzierbarer Vermögenswerte - etwa Banken mit Wertpapier- und Kreditportfolios oder Immobiliengesellschaften - spiegelt der Buchwert einen relevanten Teil des tatsächlichen Unternehmenswerts wider. Ein KBV deutlich unter 1 kann dort ein Hinweis sein, dass der Markt am bilanzierten Wert der Vermögenswerte zweifelt.
Die Grenze bei wissensbasierten Geschäftsmodellen
Bei Unternehmen, deren Wert überwiegend aus nicht bilanzierten immateriellen Werten stammt - Marken, Software, Patente, Kundenbeziehungen -, sagt der bilanzielle Buchwert wenig über den tatsächlichen wirtschaftlichen Wert aus. Ein hohes KBV ist dort strukturell normal und für sich genommen kein eigenständiges Warnsignal, anders als bei bilanzintensiven Branchen.
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