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Kennzahlen verstehen

Fortgeschritten

Die PEG-Ratio: KGV im Verhältnis zum Wachstum

Inhaltsverzeichnis

PEG-Ratio = KGV ÷ erwartete jährliche Gewinnwachstumsrate (%)

Die Erweiterung des KGV

Die PEG-Ratio (Price/Earnings to Growth, popularisiert u. a. durch den Investor Peter Lynch) teilt das KGV durch die erwartete jährliche Gewinnwachstumsrate in Prozent. Ein KGV von 30 bei einem erwarteten Wachstum von 30 % ergibt eine PEG-Ratio von 1 - dieselbe Formel bei nur 10 % erwartetem Wachstum ergäbe eine PEG-Ratio von 3.

Die verbreitete Faustregel - und ihre Grenzen

Eine oft zitierte, stark vereinfachte Faustregel behandelt eine PEG-Ratio nahe 1 als angemessen bewertet, deutlich darüber als potenziell teuer, deutlich darunter als potenziell günstig. Diese Regel stammt aus der Popularisierung des Konzepts, nicht aus einer strengen theoretischen Herleitung, und gilt keineswegs branchen- oder situationsübergreifend gleichermaßen.

Warum die Wachstumsannahme entscheidend ist

Die PEG-Ratio ist nur so verlässlich wie die zugrunde liegende Wachstumsschätzung, die typischerweise auf Analystenschätzungen für die kommenden Jahre beruht und sich im Nachhinein als zu hoch oder zu niedrig herausstellen kann. Zudem blendet die Kennzahl Unterschiede in Verschuldung, Kapitalintensität und Wachstumsqualität zwischen Unternehmen komplett aus - sie ergänzt das KGV, ersetzt aber keine tiefere Analyse.

Wissenstest
Frage 1 von 2

Was misst die PEG-Ratio zusätzlich zum reinen KGV?

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