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Strategie & Psychologie

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Sequence-of-Returns-Risiko: Warum die Reihenfolge der Renditen zählt

Inhaltsverzeichnis

Zwei identische Durchschnittsrenditen, unterschiedliche Ergebnisse

Zwei Anlageverläufe mit exakt derselben durchschnittlichen Jahresrendite über denselben Zeitraum können zu spürbar unterschiedlichen Endvermögen führen, wenn gleichzeitig regelmäßig Geld ein- oder ausgezahlt wird - die Reihenfolge, in der gute und schlechte Jahre auftreten, wirkt sich zusätzlich zur reinen Durchschnittsrendite aus.

Warum das in der Entnahmephase besonders spürbar wird

Wird regelmäßig Geld entnommen - etwa im Ruhestand -, wirkt sich eine frühe Verlustphase besonders stark aus: Es müssen anteilig mehr Anteile verkauft werden, um denselben Betrag zu entnehmen, wodurch ein kleineres verbleibendes Kapital von einer späteren Erholung profitiert. Dieselbe Verlustphase am Ende des Anlagezeitraums, vor Beginn einer Entnahmephase, hat dagegen einen geringeren Effekt auf das bereits angesparte Endvermögen.

In der Ansparphase wirkt der Effekt umgekehrt

Wird stattdessen regelmäßig eingezahlt - etwa per Sparplan -, kehrt sich der Effekt tendenziell um: Eine frühe Verlustphase erlaubt den Kauf von mehr Anteilen zu niedrigeren Kursen (verwandt mit dem Cost-Average-Effekt), während dieselbe schwache Phase kurz vor Ende der Ansparphase weniger Zeit zur Erholung lässt.

Wissenstest
Frage 1 von 2

Können zwei Anlageverläufe mit identischer Durchschnittsrendite zu unterschiedlichen Endvermögen führen?

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